Sonntag, 9. Juli 2017

Was unternehmen Autorinnen, wenn sie Freizeit haben?

Habt ihr euch diese Frage schon mal gestellt? Bei mir sieht das so aus:


Wer meine Romane kennt, ahnt sicher, dass ich maritime Feste mit Matjesbrötchen-Garantie bevorzuge, idealerweise mit Schiffspassage. Da bietet sich doch das Dampfrundum in Flensburg an. Endlich hatte ich die Gelegenheit, einmal mit dem Dampfeisbrecher Stettin mitzufahren. Das ist er:


Er ist das 'größte kohlebefeuerte und seegehende Dampfschiff, das noch in Fahrt ist' und damit größer als der 'Wal' im Hintergrund, trotz dessen Namens.
Auf dem ersten Foto seht ihr mich ganz oben auf der Brücke, und da bin ich auch erst mal geblieben...
Schon legt die Stettin ab. Es ist eindrucksvoll, den Hafen aus dieser ungewohnten Höhe zu sehen.


Zuerst passieren wir einen traurigen Anblick. Vor wenigen Tagen ist der schöne alte Touristendampfer Jürgensby ausgebrannt.


Allerdings hätte er heute gar nicht mitdampfen können, weil das Dampfrundum ein Fest nur für kohlebefeuerte Gefährte ist. Das dampft wirklich überall und ganz gewaltig.



Umso erstaunlicher - und sehr erfreulich -, dass man an Bord der Stettin nicht eingedampft wird, sondern die Fahrt wirklich genießen kann. Der Eisbrecher bewegt sich total ruhig übers Wasser und kann beeindruckend schnell ausweichen oder rumkurven.
Das muss er auch, wenn die Segler seinen Weg kreuzen.


Auf der Förde ist richtig viel los. Die elegante Schaarhörn folgt uns am Heck. Schön weiß wie ein Schwan, aber dampfen tut sie doch ;)



Der Wal - oder die 'Wal' - vor dem roten Schloss am Meer, der Marineschule Mürwik.


Ist der kleine Flohflitzer etwa leichtsinnig, dem Schiffsriesen vor den Bug zu brettern?


I-wo, der Große ist noch gar nicht fertig, er liegt auf der Flensburger Werft.
Und dann kehren wir viel zu schnell schon wieder um.


Ein Blick ins heiße Herz der Stettin, das tief drunten im Schiffsbauch arbeitet und Kohle schneller vertilgt als ich eine Tafel Schokolade, und VIEL mehr, klar ;).


Kurz vor dem Anlegen begegnet uns der Salondampfer Alexandra aus Flensburg, die Gastgeberin des Dampfrundums.


Auch das Landprogramm kann sich sehen lassen. Es gibt zum Beispiel ein norwegisches Postschiff zu besichtigen:


Seltsame Maschinen und Trecker, die einst Kanonen aufs Feld zogen:


Mein persönlicher zweiter Favorit an diesem Tag ist aber die Modellschiffanlage im Schifffahrtsmuseum. Absolut faszinierend, mit welcher Liebe zum Detail diese funktionstüchtigen Miniaturen gearbeitet sind, und was sie alles vorführen können!


Mein Matjesbrötchen hatte ich natürlich auch, aber dazu gibt es kein Foto. Manchmal genießen wir Autoren wirklich gaaanz privat :)