Dienstag, 4. Oktober 2016

Terrorsaat

Eine martialische Überschrift? Ja!
Ich habe den Titel und das Cover meines Romans Der Flug des Schneekranichs geändert. Das wollte ich schon sooo lange. Nun hatte ich endlich die zündende Idee: Terrorsaat. Und so bin ich ganz spontan ran ans Werk ...



Warum?, werdet ihr fragen. Denn okay, auch der Schneekranich spielt eine wichtige Rolle im Roman. Ein Kranich aus gefaltetem Papier, der meiner Heldin als Talisman dient. Er ist ein Symbol für ihren wichtigsten Wunsch: Freiheit!



Warum also nun die Terrorsaat?



Schauen wir mal, wie die Geschichte beginnt: im trüben, herbstlichen Hamburg, ungefähr da, wo ich auf diesem alten Foto sitze. Schon damals kam mir der Grundgedanke zu diesem Roman, tatsächlich basiert er auf einem Alptraum.



Alptraum... Alpen - genau! 
Meine Heldin Ivola ist das, was wir heute einen weiblichen Nerd nennen würden. Hübsch, ohne es zu merken, hochintelligent, was ihr zum Verhängnis zu werden droht - und allein. Kein Wunder, wenn sie sich Hals über Kopf in einen charmanten Unfallgegner verliebt, der es ihr überhaupt nicht übelnimmt, dass sie ihm ins Auto gekracht ist. Die beiden brechen spontan zu einem romantischen Wochenende in die Schweiz auf, um dem grauen Hamburg zu entfliehen.
Und dort beginnt Ivolas Alptraum.



Stellt euch vor, ihr seid einen Winter lang in einem abgelegenen Alpental gefangen. Schaut ihr aus dem Fenster - seht ihr Schnee. Und Berge, hoch wie Wände. Und das für ein Mädel von der Waterkant. 
Ivola soll für eine Verschwörergruppe arbeiten. Sie und ihr Leidensgenosse sind den Machenschaften der Männer hilflos ausgeliefert.



Was macht ihr? Schuftet ihr für die Verschwörer oder versucht ihr zu fliehen? Ivola nimmt den Kampf auf. Denn sie weiß, dass es der einzige Weg ist, der ihr bleibt. Vielleicht muss sie dafür ihre große Liebe opfern.



Ja, und warum heißt der Roman nun Terrorsaat? Das werdet ihr nur herausfinden, wenn ihr ihn lest. Ich verspreche euch eine packende Antwort.


Eure Gea

Dienstag, 5. Juli 2016

Bummeln mit Lucie

Im Winter sind Lucie und Ragnar durchs abendlich-dunkle Schleswig gebummelt, heute nehmen sie euch mit zu einem vormittäglichen Sommerbummel nach Eckernförde.


Zuerst will Lucie zum Markt, weil es dort die leckerste und größte Auswahl an Tomaten gibt. Ragnar darf den Korb tragen, er ist ja ein Gentleman ;)


Lucie braucht beide Hände, um ihren neuen Fotoapparat auszuprobieren, und Ragnar weiß, wo sie die schönsten Bilder machen kann: Klar, im Hafen.


Während Ragnar jedes Boot und Schiff fachmännisch betrachtet, staunt Lucie über die Wolkenungetüme dieses Vormittags.


Welch ein mächtiges - federleichtes - Gebirge.


"Bloß Tomaten zum Mittagessen ist aber etwas spärlich, Lucie."
"Wie wäre es mit frischem Fisch dazu?"
Ragnar strahlt, genau darauf hat er gehofft.


Nur gut, dass sie heute bummeln können und keine Verbrecher jagen. Das überlassen sie den Profis.


"Jetzt so einen kleinen Mord aufklären, wäre doch aber amüsant ..."
Lucie stemmt die Hände in die Hüften. "Darauf kann ich verzichten. Bring mich bloß nicht auf die ..."


Lachend gibt ihr Ragnar einen dicken Kuss und verspricht, sie bald zu einer romantischen Segeltour einzuladen. "Dann machen wir beide es uns im Bugnetz gemütlich."


Ein bisschen skeptisch schaut Lucie nach oben - wenn das mal gemütlich ist?
"Vielleicht sollten wir uns lieber einen Strandkorb mieten."


Ragnar weist auf ein anderes Exemplar. "Wenn schon, denn schon - mit Bullauge. Darin kann man übernachten."


Die zwei sind sich einig, das wollen sie demnächst probieren.
Erst mal schlendern sie am Strand entlang, und dann geht es nach Hause, die Tomaten und der Fisch wollen verputzt werden.


Eckernförde ist Schauplatz in meinem zweiten Regiokrimi um Lucie und Ragnar:


Dienstag, 10. Mai 2016

Heimat

Neuerdings ist der Begriff Heimat wieder ganz aktuell. Als ich heute Mittag eine kleine Runde um einen nahen See fuhr und in Schönheit schwelgte, fing ich auch an, darüber nachzugrübeln.


Ist das hier meine Heimat? Dann wohne ich im realen Auenland, eindeutig, traumhaft schön an einem Maimittag, wenn die Buchen hellgrün in der Sonne leuchten. Hier gefällt es mir, hier will ich sein. Mein Weg schien ganz klar.


Aber Heimat ist nicht der Ort, wo man wohnen will, sondern da, wo man tatsächlich lebt. Bei mir ist das dankenswerterweise relativ identisch. Ich bin ein Nordlicht, ich gehöre ins Land zwischen den Meeren nach Schleswig-Holstein. Und eigentlich direkt an die See.


Notfalls reicht auch der See, wie dieser. Er ist ein echtes Juwel inmitten von Wald und Auen. Scheinbar ohne ein Ende hat er sich ins Hügelland gegraben.


Ringsum das pralle Gelb von Rapsfeldern.


Wer möchte nicht hier wohnen? So dachte ich, stolz auf meine Heimat, und vergaß, dass jeder seine eigene Heimat hat. Für manche ist Heimat eine verwahrloste Hinterhofgasse. Man muss seine Heimat nicht mögen. Heimat bedeutet etwas anderes: Vertrautheit.


Ich kenne die Wege, ich kenne mich hier aus, auch wenn ein paar Rätsel bleiben: Wer hat den alten Steinwall am Waldrand errichtet, und warum?


Wie groß ist 'Heimat'?
Umfasst sie nur das Haus und die Straße, die dorthin führt?


Oder das Dorf, den Stadtteil, die Stadt, den Landkreis, das Bundesland, das Land, in dem man aufgewachsen ist? Reicht es überhaupt, in einem Land aufzuwachsen, um dieses Heimat zu nennen?
Ich bin das Kind von Flüchtlingen, ist ewig her, aber ich habe auch Jahrzehnte gebraucht, um meine Heimat zu erkennen, sie als solche zu akzeptieren. Lange nannte ich sie meine Wahlheimat. Heute weiß ich, dass ich angekommen bin.
Wie lange werden die aktuellen Flüchtlinge brauchen? Wenn alles gut geht, werden sie irgendwann zwei Heimaten haben - die Mehrzahl von Heimat, wenn sie denn überhaupt existiert, ist mir nicht geläufig. Das sagt ja viel. Darf man nur eine Heimat haben?


Wie viel Heimat brauchen wir, um uns wohlzufühlen? Kann Heimat zur Last werden? Kann man Heimat nicht nur real auf der Flucht, sondern auch im Herzen verlieren?


Für mich als Autorin stellt sich noch eine andere Frage: Handelt ein Regiokrimi zwangsläufig von der Heimat - also von irgendeiner Heimat mit allem, was als typisch für dort gilt: kauzige Gestalten zum Beispiel, als gäbe es die nicht überall. So richtig erschließt sich mir nicht, was das Regio im Regiokrimi ausmacht, wenn ich die verschiedenen Romane lese und immer wieder auf ähnliche Details stoße: austauschbare Mundarten, austauschbare Straßennamen, regionale Rezepte, Badeseen oder gleich die Nord- und Ostsee.
Trotzdem spüre ich meine Heimat sofort, wenn ich nach einer Reise wieder ankomme. Sie erscheint mir unverwechselbar, und das ist wohl das Geheimnis von Heimat, ihr ganz eigener Zauber.


Ah, herrlich, zuhause!!!


Was bedeutet Heimat für euch?
Neugierige Grüße,
eure Gea

P.S.
Ich verlinke diesen Post mit Frollein Pfaus MMI. Seit mein Blog technische Probleme macht, ist das alles schwer geworden, aber ich hoffe, ich kann und darf nach langer Pause mal wieder teilnehmen.







Freitag, 15. April 2016

Teamarbeit

Meine Heldinnen ermitteln selten alleine, im Team macht es ja auch mehr Spaß. Meistens jedenfalls. Denn es dauert nie lange, und die Partner entwickeln ein anstrengendes Eigenleben, das die Heldin auf Trab hält.
Zum Beispiel Lisei aus 'Tödliche Schlei', meinem aktuellen E-Book bei Ullstein Midnight:


Sie freut sich wirklich, als ihr Trajan anbietet, mit ihr gemeinsam nach dem unheimlichen Schützen zu suchen, der auf Lisei geschossen hat. Aber dann fängt er an, lauter Leute zu verdächtigen, die Lisei für vollkommen unschuldig hält.
Was tun?


Lisei stellt Trajan zur Rede, und zwar genau unter dieser Arkade in Flensburg, die zum sogenannten Schrangen gehört. Das schöne alte Backsteinhaus wurde um 1600 erbaut und bot einst Bäckern und Schlachtern Schutz vor dem Wetter, wenn sie ihre Waren feilboten.
Vor Liseis Unwetter bietet der Laubengang Trajan dagegen keinerlei Sicherheit:

Wie ein Besessener überquerte Trajan die Straße und hinterließ ein Hupkonzert. Um ihn einzuholen, musste ich rennen und erwischte ihn doch erst wieder, als wir das Schrangenhaus jenseits der Marienkirche erreichten. Trajan überstieg die Ketten, die zwischen den Säulen baumelten, während ich gleich den Weg von der Seite in den mittelalterlich anmutenden Laubengang nahm. Immerhin war Trajan jetzt bereit, mit mir im Halbdunkel unter den Arkaden zu reden.
„Hast du dich eingekriegt?“, schnappte ich wütend. „Wie konntest du dich bloß so bekloppt aufführen? Christoph hätte jede Sekunde die Polizei gerufen!“
„Hätte er nicht. Wozu auch?“, grollte er. „Ich habe ihn nicht angerührt.“
„Und er hat dich nicht beleidigt!“
„Bloß, weil er nichts laut ausgesprochen hat? Ich kann zwischen den Zeilen lesen!“
„Du bist selbst schuld, wenn er dich so behandelt.“
„Das ist ein hochnäsiger Fatzke! Bildet sich sonst was ein auf seine bürgerliche Fassade. Pah!..."


Ob sich die zwei schnell wieder vertragen, verrate ich natürlich nicht. Wichtiger ist vielleicht aber die Frage, was es mit Christoph auf sich hat. Hat Trajan den richtigen Riecher, wenn er ihn verdächtigt, oder nimmt Lisei Christoph zu Recht in Schutz?
Auf jeden Fall haben die beiden Temperament, und so gestalten sich ihre Ermittlungen auch weiterhin turbulent.
Teamarbeit will eben gelernt sein.


Montag, 14. März 2016

Tödliche Schlei

Die Schlei und tödlich? Doch wohl eher göttlich - so schön ist es hier.


Lisei, meine 'neue Heldin' sieht das grundsätzlich ja genauso, aber ...


... sie hat ein paar Probleme.

Dass ihre gesamte Familie in den Süden gezogen ist, ist noch das kleinste Übel. Und auch der lebhafte Tagdieb, ihr Hund, sorgt allenfalls für kleine Katastrophen. Im Grunde ist er Liseis größter Trost. Denn ihr Verlobter ist gestorben. Nun wohnt sie einsam und kreuzunglücklich in der Traumvilla, die er ihr vererbt hat.



Dass seine schon erwachsenen Kinder Lisei dieses Erbe neiden, macht ihr das Leben nicht leichter.
Und es kommt noch schlimmer: Lisei verliert ihren Job als Krankengymnastin.


Als wäre das nicht alles schon genug, wird an ihrem letzten Arbeitstag auf Lisei geschossen. Sie bleibt nahezu unverletzt - doch ihre Seele blutet. Was nun?


Da taucht Trajan auf, beinahe wie gerufen. Als er Lisei seine Hilfe anbietet, vertraut sie ihm - vielleicht der größte Fehler ihres Lebens?


Lest selbst. Ab jetzt kann man mein neues Ebook fast überall bekommen, wo es Ebooks gibt.
Ich hoffe, ihr habt Spaß daran, gemeinsam mit Lisei und Trajan zu ermitteln. Falls ihr dem Täter schneller auf die Schliche kommt als Lisei, warnt sie bitte rechtzeitig, bevor sie in eine tödliche Falle tappt.

Seid herzlich gegrüßt,
Eure Gea






Mittwoch, 24. Februar 2016

romantische Dörfer - tödliche Schlei

Bald ist es soweit, mein drittes Ebook über die Schleiregion erscheint im Frühjahr bei Ullstein Midnight. Bin schon voller Vorfreude.


Natürlich verrate ich noch nichts darüber, nur, dass ich heute aus Recherchegründen unterwegs war.
Ich musste eine liebliche Au überqueren, die sogar jetzt, am Ende des Winters, malerisch ist ...


... dann erblickte ich schon von Weitem den ehemaligen Raiffeisenturm ...


... den ich gerne im Roman erwähnt hätte. Diese Türme sind oft die höchsten Gebäude in unseren Dörfern und wahre Landmarken, auch wenn es weniger werden.
Es gäbe allerhand von ihnen zu berichten, aber ...


... da muss ich mir selbst Grenzen ziehen.
Ich schreibe ja keine Reiseführer über Angeln, wie meine Heimat genannt wird, sondern Krimis, wenn die auch stets romantisch sein dürfen, so zwischendurch, wenn gerade nicht ermittelt und gemordet wird.
Und so habe ich heute lauter Fotos von einem wundervollen Dorf gemacht, von dem ich gerne viel mehr auch in 'Tödliche Schlei' beschrieben hätte.
Zum Beispiel die lauschige Wassermühle, eine echte Rarität mit altem Fachwerk, das bei uns im Norden sonst hinter 'Verschönerungsputz' verschwindet ...



... und natürlich die Tiere. Die erleben ihre ganz eigenen Abenteuer.


'Gack' und 'Putti' kamen gleich angeflitzt - sie dürfen noch so leben, wie wir uns das für ein Bauernhofidyll wünschen.



Kater Leonidas würde uns etwas ganz anderes erzählen, er war schwer beschäftigt. Seht ihr seinen tragischen Blick? Er musste die Konkurrenz in Form von Kater Domino in Schach halten und hatte daher keine Zeit für mich.


Drum schlenderte ich weiter, dachte, dass diese Büsche doch ideale Verstecke für meine Helden bieten, wenn sie Verdächtige im Dorf verfolgen ...


... und überhaupt, das Dorf. Dafür hätte ich gerne ein ganzes Kapitel verschwendet, genau wie ich euch am liebsten alle Einzelheiten auf den Fotos zeigen würde. Aber die Bewohner fänden das wohl nicht so toll, drum luscher ich doch besser aus der Ferne oder...


... auf die Dächer.


Noch ein Spionageblick zwischen alten Bäumen hindurch ...


... ich glaube, Lisei, meine neue Romanheldin, hat mich verführt. Sie ermittelt auch in allen Gärten und Schuppen und sogar bei ihrem wenig vertrauenswürdigen Nachbarn Krüger. Der hat garantiert etwas zu verbergen.


Nur noch wenige Wochen, dann dürft ihr Platz nehmen und lesen - und erfahrt, warum Lisei bald in Lebensgefahr gerät, obwohl mein Angeln solch ein friedliches Auenland ist.