Sonntag, 12. Juli 2015

Maibritts Heimat

Maibritt ist die 'Protine' aus meinem Krimi Flensburger Intermezzo. Sie ist Rechtsreferendarin und sie wohnt in einer der hübschesten Straßen von Flensburg, das erwähnte ich ja schon mal - und auch, dass ich euch Fotos von dieser Straße zeigen möchte.

Inzwischen habe ich eifrig geknipst, trotzdem bin ich in der letzten Woche recht nachdenklich geworden. Zum einen hat mich das Thema Panoramafreiheit beschäftigt, also unser Recht, von der öffentlichen Straße aus zu fotografieren und die Bilder öffentlich zu zeigen, evtl. sogar sie kommerziell zu nutzen. In der EU waren Stimmen laut geworden, dass man dieses Recht einschränken möchte.
Zum Glück hat sich die Mehrheit gegen diese Restriktionen ausgesprochen, sodass man jetzt hoffen kann, dass die Änderungen im Sinne der freien Nutzung durchgeführt werden.
Es wäre zu schade, wenn wir schöne Bauwerke nicht mehr zeigen dürften.

So weit, so gut, möchte man sagen. Leider hatte ich diese Woche persönlich ein unerfreuliches Erlebnis. Ich habe rein zufällig entdeckt, dass jemand ein Foto von mir kommerziell nutzt, ohne mich zu fragen, und dass er dazu mein Kürzel nok entfernt hat.
Nun frage ich mich, wie oft das schon passiert ist, ohne dass ich das bemerkt habe.

Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn meine Bilder weiterverwendet werden, aber doch bitteschön erst, nachdem man mich vorher gefragt hat. Und eine kommerzielle Nutzung ohne mein Wissen geht gar nicht!!!
Insofern fällt es mir heute schwerer als sonst, meine Fotos von Maibritts Straße zu zeigen. Dennoch halte ich mein Versprechen.



So ungefähr könnte Colya, der 'Held' aus dem Flensburger Intermezzo, die Straße erlebt haben, als er an jenem Sommermorgen zu Maibritt geht, um herauszufinden, ob ihr Freund Sven bei ihr ist - Colya hatte Sven zum Mitsegeln angeheuert, aber der ist nicht gekommen. Und er bleibt vorerst unauffindbar, was sich zu einer argen Prüfung für Maibritt entwickelt.


In einer Gasse mit vielen alten Häusern muss auch ständig renoviert werden. Ein Haus nach dem anderen wird noch schöner gemacht. Schmuckkästchen reiht sich an Schmuckkästchen.


Die Straße und ihre Nebenwege, die zu schmal für Autos sind, schlängeln sich einen malerischen Hang hinauf. Die Bebauung ist vielseitig, vom winzigen Kapitänshäuschen bis zu Mehrfamilienhäusern aus der Gründerzeit findet sich alles, was schön ist.


Im Frühsommer blühen die Rosen, danach überall bunte Malven.


Mal sind die abschüssigen Gassen geheimnisvoll - ideal als Krimischauplätze :) ...


... mal lieblich und einladend. Kein Wunder, dass auch das Flensburger Intermezzo nicht nur Mord und Totschlag enthält, sondern ein gehöriges Prickeln zwischen  Maibritt und Colya.


Wunderschön im Sommer die Blumen - ich könnte mich dumm und dämlich knipsen - und ich bitte euch alle, wenn ihr Fotos haben wollt, fragt mich oder fahrt selbst nach Flensburg.



Die Stadt ist wirklich eine Reise wert.
Eure Gea



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