Freitag, 31. Oktober 2014

Sieben Fakten über Gea

Frollein Pfau wurde nach 7 Fakten über sich gefragt - lest mal ihre lustigen Antworten. Wer mitmachen will, ist von ihr herzlich eingeladen. 
Also probier ich es mal - eine Herausforderung für mich ;)



1. Welches ist dein absoluter Lieblingsfilm:(Frage über Instagram von hierwohntdasglueck_)

Spontan: 
Flasback mit Kiefer Sutherland und Dennis Hopper
Der ist witzig, hat tolle Musik, ein schönes Setting, eine geniale Geschichte mit einer tollen Wendung - und er ist ein Krimi ohne Tote. Davon träum ich nämlich, einen (Erwachsenen-)Krimi ohne Mord zu schreiben. Ist mir bisher nicht gelungen. Ich muss einen gaaaanz gemeinen Charakter haben.



Weniger spontan:
Es gibt wirklich viele Filme, die mich beeindruckt haben. Zum Beispiel erinnere ich mich an Gandhi - damals stellte ich nur so den Fernseher an, ließ den zunächst nebenbei laufen, es war vormittags, nicht grade meine TV-Zeit - und irgendwann saß ich gebannt vorm Schirm und vergaß die Zeit.

Allgemein:
Krimis, Thriller und Krimikomödien, aber auch tiefsinnigere Filme, die in den werbefreien Sendern laufen. Ich bin vielseitig.



2. Hast du Rituale? Wenn ja, welche?(Frage von Sophie/Sophiagaleria)

Wenn ich einen Roman soweit fertig geschrieben habe, dass er als Rohfassung rund genug ist, schreibe ich ENDE darunter. The end - wie unter einen alten Monumentalschinken aus Hollywood. Das ist ein erhebender Moment.
Außerdem betreibe ich einen Riesendekoaufwand in der Adventszeit, der generalstabsmäßig so durchgeplant ist, dass ich ihn als Ritual bezeichnen würde.
Die anderen Rituale verschweige ich lieber.



Die Fragen 3 und 5, zu den drei Fragezeichen, kann ich gemeinsam beantworten:

Ich habe nie eine ??? Kassette gehört, aber mit Begeisterung die frühen Bücher verschlungen, als Hitchcock noch seine Tipps gab. Am besten gefiel mir die Geschichte mit dem Drachen in seiner Höhle. 



4. Wofür würdest du nie Geld ausgeben? (Frage von Sophie/Sophiagaleria)

Sag niemals nie - okay, doch: für Überflüssiges. Denn massenhaft Weihnachtsdeko und bergeweise Schokolade sind NICHT überflüssig.



6. Was kommt dir beim Stichwort Katastrophe als Erstes in den Sinn?(Frage von Moni / Lady Stil)

Der Klimawandel - ich liebe es kalt und leide mit den Eisbären.



7. Was machst du beruflich?(Frage von Ioana / Miss Red Fox)

Na... ich schreibe Romane :)
Obwohl ich das aus diversen Gründen als Hobby bezeichnen würde und muss.



Bonusfrage - wieso sind eigentlich 8 Fragen bei Frollein Pfau?
Was würdest du mit Pippi Langstrumpf unternehmen, wenn du sie treffen würdest?(Frage von Ioana / Miss Red Fox)

Die Südsee erkunden. 


So, wer Spaß dran hat, kann sich auch an diesen Fragen versuchen - bei mir im Kommentarbereich, bitte mit Link. Und natürlich bei Frollein Pfau.
Eure Gea

Mittwoch, 29. Oktober 2014

mittwochs mag ich ... Prologe

Manche Romane haben einen Prolog, weil es etwas zu erzählen gibt, das nicht ganz zum Rest passt, das aber wichtig ist und gewissermaßen ein Teaser.
In meinem Roman 'Der Flug des Schneekranichs' gibt es solch einen Prolog, und den könnt ihr hier heute anlässlich von Frollein Pfaus mmi lesen.



Ich habe ihn mit ein paar Bildern ausgestattet. Die Szene spielt in einer fiktiven Stadt, und so stammen die Fotos von diversen Orten, aber sie geben einen kleinen Bildereindruck zum Geschehen.

Viel Spaß beim Lesen.


Sie hatten ihn zum Bauernopfer auserkoren, doch das wusste er nicht.
Er rannte über die Kreuzung, ohne auf eine ältliche Radfahrerin zu achten. Beinahe wäre die Frau gestürzt. Ihr Mund klappte auf, da begegneten ihre Augen den seinen. Das Grau seiner Iris schien wie Feuer zu brennen, und sie zuckte zurück. Schaudernd ergriff sie die Flucht. Mochten die Freundinnen vom Bridgeabend auch lächeln, sie wusste, dass der Teufel in die Stadt gekommen war!
Der junge Mann hatte die Alte vergessen, noch ehe er die andere Seite der Straße erreichte. In seinem Kopf waberten Bilder dahingemetzelter Leiber. Menschen, die sich am Boden krümmten und um Erlösung bettelten. Er würde sie ihnen bringen.
Das Hämmern in seinem Schädel schwand. Nur zackelnde, rote Linien vor seinem inneren Auge blieben. Blutende Ströme?



Hass!
Wieder stieß er mit einem Passanten zusammen. Diesmal war es ein Fabrikarbeiter um die fünfzig. Der ließ sich von dem Unbekannten nicht einschüchtern und rammte ihm seinen Ellenbogen zwischen die Rippen.
Die Attacke riss den Jüngeren in die Gegenwart. Er sah dem Arbeiter ins Gesicht. Dessen Haut schimmerte bleich in der Mittagssonne dieses Vorfrühlingstages. Milchig, weiß, unschuldig. Aber der Passant war nicht unschuldig. Er war der Feind. Das Ziel, das es auszurotten galt!
„Hirsch, du dammischer! Kannst net aufpassen?“, raunzte der Arbeiter.
Der Mund des Jüngeren verzog sich zu einer Grimasse, als er ,Bläh dich ab’ dachte. ,Deine Stunden sind gezählt.’ Genau diese Kerle hatte er gefressen! Die hatten Es verdient! Dieser Typ genauso wie die dummdreisten Jugendlichen, die vor dem Kiosk dort drüben lungerten, anstatt die Schulbank zu drücken. Die würden keine Kinder mehr in die Welt setzen. Für sie würde das Leben in Kürze enden!
Wärmend spürte er das Gewicht seines Rucksacks und staunte, weil er trotzdem fror. Dabei war dieser Märztag ungewöhnlich mild. Kein Wetter zum Sterben.



Erste Narzissen reckten ihre Köpfe aus dem Grün der Parkanlagen; Frauen reckten sich aus den Fenstern, um ihre Staubtücher auszuschütteln. Frühlingsputz. Ostern, das Fest der Auferstehung, war nicht mehr weit. An einem Brunnen leuchteten bunte Eier. Kleine Kinder hatten sie am Schmiedeeisen über dem Mauerkranz festgebunden. Behütete Kinderchen in kuscheligen Jacken. Rotwangig, lärmend, übermütig. Die Erzieherin schmunz­elte über ihre Schützlinge.
Das Gesicht des Mannes verkrampfte sich. Diese Kinder hatten alles. Andere hatten nichts. Nichts, außer Elend und den Tod vor Augen. Aber diese Kinderchen würden auch sterben, sie wussten es nur noch nicht. Genauso wenig wie der bornierte Mistkerl, der es gewagt hatte, ihn beiseite zu stoßen, als wäre er ein Niemand. Auch deshalb würde er es allen zeigen! Sein Auftrag war perfekt, und er wuchs vor Stolz, als er sich vorstellte, wie er anschließend jedes Detail schilderte.
Sie hatten ihn erwählt. Ihn, niemanden sonst! Sie vertrauten ihm. Sie wussten, dass er perfekt funktionierte, perfekt wie der Plan. Bald würde die Welt es begreifen. Nichts würde mehr so sein wie früher. Elend, Blut, zerstörte Männer, Frauen, Kinder … freudig beschleunigte sich sein Schritt. Der Hass trieb ihn vorwärts, seinem Schicksal entgegen.



Sie keuchte verzweifelt. Von Seitenstichen geplagt musste sie stoppen und beugte sich vor, um sich auf den Knien abzustützen. Der Kloß im Hals nahm ihr den Atem.
Wo war der Mann? Wie ein Kreisel drehte sie sich auf der Stelle. Die Kreuzung bot einen weiten Blick in alle vier Himmelsrichtungen. Süddeutsche Gemütlichkeit. Gepflegte Gassen zwischen alten Häusern, pastellfarben gestrichen. Sie reihten sich dicht aneinander, denn die Innenstadt war nicht fern. Dorthin würde er laufen. Ins Zentrum.
Sie rannte weiter, vorbei an der Parkanlage und der Kindergärtnerin mit ihren Schützlingen. Jetzt sangen sie ein Lied. „Immer wieder kommt ein neuer Frühling …“



Sie schluchzte, trotz allem dankbar, dass die Kinder nichts wussten von dieser Welt. So ahnten sie auch nicht, in welcher Gefahr sie schwebten. Vielleicht kam für sie kein neuer Frühling mehr. Sie rannte schneller. Ihre Seitenstiche waren vergessen, denn sie hatte den Mann entdeckt. Ihn, den sie meinte, gekannt zu haben. Der ihr vertraut geworden war. Sie wollte es nicht begreifen. ,Warum?’, pochte es in ihrem Kopf.
Die Antworten hatte sie gehört, verstanden hatte sie trotzdem nichts. Umsonst war ihr Flehen gewesen. Er würde auch sie opfern, enttäuscht und ohne Erbarmen. Hatte er sie je geliebt? Waren seine Gefühle in Hass umgeschlagen? ,Nein’, gestand sie sich ein. ,Er hat weder mich noch die Menschheit geliebt. Er kennt nur Hass und Rache. Verstiegene Ideale für ein falsches Ziel.’
Tränen rannen über ihre Wangen. Warum nur war es soweit gekommen? Wie viel Schuld hatte sie selbst auf sich geladen? Wofür das alles? Sie musste ihn aufhalten. Sie wollte ihn retten – und vielleicht wollte sie auch sich selbst retten.
In ihrem Kopf war dumpfe Entschlossenheit. So vehement, wie er sein Ziel verfolgte, so wild folgte sie ihm. Vorbei an den ersten Läden. Der Verkehr wurde dichter, parkende Autos versperrten ihr die Sicht. Da drüben lief er, leicht vorgeneigt, weil der Rucksack schwer war. Jetzt erreichte er die tulpengeschmückte Absperrung zur Fußgängerzone. Er nahm die Last von seinen Schultern. Sie wollte schreien. Nein! Ein Ächzen erstarb auf ihren Lippen.



Mit quietschenden Reifen scherte ein Auto aus einer Parklücke. Es war ein unscheinbarer Golf, Dutzendware, von niemandem beachtet. Nicht einmal die Protestgeräusche der Räder weckten das Interesse der Passanten. Sie scharten sich um einen Straßenverkäufer, der Primeln zum Sonderpreis anbot.
Sie aber begriff augenblicklich, was dort geschehen würde. Bereits geschah!
Der Mann wusste es auch. Er schleuderte herum, das Gesicht zur Unkenntlichkeit verzerrt.
Sie war mittlerweile so nah, dass sie seine schönen, grauen Augen sehen konnte. Die Hölle flackerte in ihnen. Er wollte nicht aufgeben, dennoch war er verloren. Sie konnte ihn nicht retten. Ein einzelner, lautloser Schuss tötete ihn.
Sie erstarrte mitten in der Bewegung.
Vorbei.

Vorbei? Natürlich nicht, das Abenteuer beginnt ja erst...

Übrigens hat der Roman auch einen Epilog, aber das ist eine andere Geschichte ;)

Montag, 27. Oktober 2014

ein inspirierendes Fundstück

Was tun bei Schreibblockaden? Die befallen uns Autoren ja regelmäßig wie Schnupfenviren.
Früher saß ich grübelnd vorm leeren Bildschirm, heute schalte ich einfach ab und mache was total anderes.
Zum Beispiel stöbere ich gerne in den Tiefen unseres alten Hauses. Dort habe ich neulich einen Nähkasten entdeckt.


Mal aufklappen:


Ein selbstgemachtes Nadelkissen und ein Kästchen mit Plastikdeckel - das ist wie die Puppe in der Puppe - was mag darin sein?


Überraschung! Das Büro im Nähkasten?
So, wie sich hier Unverhofftes zeigt, so kommen auch die Ideen für meine Geschichten. Das Türchen wird geöffnet und dahinter taucht ... Erstaunliches auf.
Oder ...


... genau das, was in den Kasten (den Roman) reingehört.
Wunderbar kleinteilig - herrlich detailreich.




Jetzt kann ich aus dem Vollen schöpfen und mir das Interessanteste rausfischen.


Die Schreibblockade ist überwunden - und ich verlinke diesen Post jetzt bei der Kleinen Wohnliebe, wo Miriam das Fundstück der Woche sammelt.


Eure Gea ;)



Sonntag, 26. Oktober 2014

mein erstes Ebook

In diesem Sommer habe ich endlich den Schritt in die moderne digitale Welt probiert und einen meiner Romane als Ebook veröffentlicht.
:)


Das war eine aufregende Zeit, manchmal habe ich mich wie eine Segelschülerin im Sturm gefühlt. Erst in die eine Richtung kentern, dann in die andere.


Und das kam dabei heraus:


Ivola liebt ihre Arbeit als Gen-Technikerin, aber privat läuft es chaotisch. Ihre Mutter erleidet einen Nervenzusammenbruch, der Mann ihrer Träume will ihre beste Freundin heiraten, und Ivola rasselt einem anderen ins Auto. Ihr Unfallgegner scheint das für eine glückliche Fügung zu halten. Seinem Charme kann Ivola nicht widerstehen, darum lässt sie sich auf ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang ein, als sie spontan zu einem Ski-Wochenende mit ihm in die Schweiz aufbricht. 
Kaum dort angekommen, gerät sie in die Hände einer dubiosen Gruppe, die sie zur Mitarbeit an einem geheimen wissenschaftlichen Projekt zwingen will. Dabei schrecken die Verschwörer auch vor Mord nicht zurück. 
Ivola nimmt den Kampf auf, um ihre Familie zu retten – und vielleicht auch den Mann, an den sie ihr Herz verloren hat.




Samstag, 25. Oktober 2014

Titelsuche - eine schwierige Kiste

Jeder Roman benötigt einen Titel - so klar, so ... schwierig.


Das ist wie die Eingangstür eines Hauses - stimmig soll es sein, und einladend.



Demnächst wird mein zweites Ebook erscheinen - :))


 Schauplatz der Geschichte ist Schleswig, drum trägt das Manuskript zurzeit den Arbeitstitel:
Schleswig explosiv



Arbeitstitel - so nennt man den Titel einer Geschichte, solange sie noch unveröffentlicht ist. Oft ändert der sich mehrfach, zumindest bei mir.



Ganz wichtig ist mir, dass ein Titel einen echten Bezug zum Inhalt hat und nicht zu vage, allgemein ist.



'Mord und Totschlag' wäre sicher auch für den neuen Roman geeignet, aber das passt eben für nahezu jeden Krimi.



Also heißt es nächtelang grübeln - ja, wirklich, ich wache nachts auf davon.


Inzwischen gibt es einen Alternativtitel, der wirklich sehr gut zum Inhalt passt (den ich vorerst noch nicht verraten werde ;):



Ihr letzter Wille



oder doch...
Schleswig explosiv? 



Wer weiß, vielleicht wird es ja noch was ganz anderes.



Gea, grübelnd


Freitag, 24. Oktober 2014

Das erste Bild

Mein Lieblingszitat stammt von Heinrich von Kleist:

Vertrauen und Achtung, das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe, ohne welche sie nicht bestehen kann.

Dieser Spruch hat meiner Meinung nach universelle Geltung und lässt sich auf alle Bereiche des Miteinanders übertragen.

Ist eine der Prämissen gestört - dann ergibt sich eine optimale Basis für einen spannenden Roman :)